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Interface Design und Anwendungsentwicklung neuer Mensch-Maschine Interaktionen
18 Abbildungen auf 73 Seiten DIN A4 |
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Die Studie geht davon aus, dass zukünftige Mensch-Maschine-Interaktionen nicht nur den Eingangs- und Steuerungs-, sondern auch den Informationsverarbeitungs- und Ausgabekanal auf jeder Sinnesebene f.....
Die Studie geht davon aus, dass zukünftige Mensch-Maschine-Interaktionen nicht nur den Eingangs- und Steuerungs-, sondern auch den Informationsverarbeitungs- und Ausgabekanal auf jeder Sinnesebene für eine medial erweiterte Kommuni-kation nutzen werden. Im Kern geht es um die Frage, inwieweit zukünftige multimediale Evolutionsformen auch andere menschliche Sinnesrezeptoren als die bisher gewohnten ansprechen können.
Kurz, es geht um die multimediale Evolution menschlicher Sinne.
Ausgehend von einer Anwendungs- und Nutzenanalyse heutiger interaktiver Medien wird in zwei verschiedenen Szenarien (2010 und 2030) der Frage nachgegangen, wie die nächsten Evolutionsschritte in der systematischen Erweiterung der menschlichen Sinne aussehen könnten.
Anhand einiger konkret benannter, zum Teil jedoch noch spekulativer „Leuchtturmprojekte“ zeigt der Autor mögliche Entwicklungslinien für zukünftige Mensch-Maschine Interfaces auf. Hierbei geht er zwar auch den Fragen des technisch Machbaren nach, orientiert sich bei seinen Prognosen aber vielmehr an den Gesetzmäßigkeiten des Marketings. Zukünftige Medienentwicklungen werden nicht durch das technisch Machbare, sondern das bedarfsseitig Benötigte vorangetrieben.
Zweifellos werden neuartige mediale Sinnessteuerungen, die die Rezeption interaktiver Medien durch Sprechen, Sehen, Hören, Riechen und Schmecken erweitern werden, völlig neue Aspekte der Mediennutzung und des Medienkonsums eröffnen. Da der PC auch langfristig die bedeutendste Applikationsbasis für interaktive Anwendungen bleiben wird, werden partiell sinneserweiternde und sinnessteuernde Mensch-Maschine Interfaces zunächst als Peripheriegeräte zu Home- und Business-Computern entwickelt werden. Der Autor gibt einen Überblick über die einschlägigen Entwicklungen im Bereich der Mensch-Maschine Interfaces. Entsprechende Prototypen zur qualitativen Erweiterung der Medienrezeption sind in der Erprobung. Mit ihrer flächendeckenden Einführung kann noch in diesem Jahrzehnt gerechnet werden. Davon unberührt werden die Entwicklungen für sogenannte Killerapplikationen im Bereich mobiler, autonom zu betreibender Einzelgeräte mit Hochdruck fortgesetzt. Abhängig von den Fortschritten in der nanotechnischen Anwendungsentwicklung kann auch hier bis zum Ende des Jahrzehnts mit Innovationen gerechnet werden, die – verglichen mit den heutigen Möglichkeiten – mediale „Quantensprünge“ in Bezug auf die zwischenmenschliche Kommunikation und neue, sinnlich erfahrbare Erlebniswelten darstellen.
Erste potentielle Anwendungsbezüge der einschlägigen Grundlagenforschung sind als potentielle „Leuchtturm-projekte“ im Szenario 2010 beschrieben.
Längerfristige Vorausschauen auf die Entwicklung zukünftiger Mensch-Maschine Kommunikationsformen lassen sich nicht mehr aus der Sicht heutiger Marktstrukturen und Bedarfsformen herleiten. Insofern verbieten sich für den Autor hier Aussagen zu möglichen produktorientierten Entwicklungen. Er leitet aber über zwei vorgeschaltete „bionische“ Entwicklungsphasen ein Szenario 2030 ab, das die Möglichkeit einer direkten neuronalen Mensch-Maschine Verbindung beinhaltet. Unterstellt man die prinzipielle Realisationsmöglichkeit einer solchen Mensch-Maschine Verbindung auf der höchsten Cortex-Ebene im Sinne der Direktvernetzung eines „künstlichen“ Intelligenzsystems mit den „Projektionsbereichen“ und damit den Denk-bereichen des menschlichen Gehirns, so wird man sich in letzter Konsequenz auch über symbiotische Mensch-Maschine-Kognition und mögliche „Willenssteuerungen“ Gedanken machen müssen.
Hierdurch werden zutiefst ethische Fragestellungen aufgegriffen, deren Lösung maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Menschen und der Mensch-heit als bisher singuläre Intelligenzform haben wird.
Die Frage wird sein, inwieweit wir uns als Menschen sukzessive von den drei großen medialen Schwellenängsten befreien können, die unser Verhältnis zu der vom Men-schen selbst vorangetriebenen technologischen Entwicklung bestimmen:
1. Die Angst vor interaktiver Mensch-Maschine-Kommunikation als „fremde“ Kommunikationsform (heutiger Status)
2. Die Angst vor neuen Mensch-Maschine-Interfacen als „fremde“ Sinnesform (ableitbar aus Szenario 2010)
3.
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